Greta-Silver-Podcast
00:00:06: Herzlich willkommen mit meinem Podcast.
00:00:08: Glücklich sein ist eine Entscheidung.
00:00:10: ich habe heute eigentlich das kommt mir jetzt gerade in den Sinn, Ich habe mit am Tisch sitzen Momo kennt ihr noch Momo aber Dr.
00:00:21: Jörg Bernadie Autor der Schriftsteller einer neuen Version.
00:00:28: Ich habe es ein bisschen mitverfolgen dürfen, er wurde angesprochen von den Erben von Michael Ende und dem dazugehörigen Verlag ob er Momo in die Neuzeit bringt.
00:00:37: Und jetzt kommt sein Buch raus beziehungsweise ist schon gerade ein paar Tage auf dem Markt und ich bin so fasziniert und auch mega glücklich dass wir uns von Momo noch mal zeigen lassen können, was hat das denn heute mit den grauen Herrn zu tun?
00:00:55: und gibt es die noch?
00:00:56: Und so herzlich willkommen Jörg.
00:00:58: Ich freue mich so, dass du da bist!
00:01:00: Also ich müsste vielleicht nochmal kurz sagen also DrJörg Bernadie ist eigentlich nicht eigentlich aber auch ist Philosoph.
00:01:08: Ist als Philosopher auf die Welt gekommen beschenkt er... Hast du noch einen Überblick, wie viele Bücher du geschrieben hast?
00:01:16: Nein.
00:01:16: Momentan nicht mehr!
00:01:18: Aber genau ein warmes Hallo.
00:01:20: auch erst mal viel, vielen
00:01:21: Dank für die Einladung, liebe Greta.
00:01:22: Ja aber wirklich herzlich willkommen, dass du hier bist.
00:01:24: Es freut mich so und ich glaube, du läufst eigentlich ein bisschen so als Schriftsteller für Jugendliche und hast aber Werke rausgebracht, die mit so viel Begeisterung lese, also dir gelingt es schwierige komplexe Themen so darzustellen, dass ich sie sogar verstehe und es liest sich unglaublich gut.
00:01:51: Und ich finde ist also ein Gütesiegel-Sondersgleichen das du gefragt wurdest jetzt was würde denn Momo jetzt sagen?
00:01:58: Was hätte sie dann für Ideen wie auch Jugendliche mal hinter die Kulissen gucken.
00:02:09: Was sind denn da heute, die uns die Zeit rauben und nur existieren können wenn wir ihnen Zeit überlassen?
00:02:16: Und ich glaube dass Eltern da ganz entspannt sich einmal zurücklehnen können weil du ihnen die Chance gibst den Jugendlichen die Chance gibt es ist mal anders zu sehen.
00:02:26: also Lass uns einfach anfangen.
00:02:29: Es gibt so viel vorweg zu sagen.
00:02:31: sicherlich Du bist auch als Redner unterwegs.
00:02:33: Du wirst in der Wirtschaft gefragt Du machst Workshops, du bist unglaublich vielseitig unterwegs.
00:02:43: Du bist im Fernsehen und ich glaube auch im Moment noch aber schon seit langen Jahren mit der Zeit, dieser Wochenzeitschrift die Zeit verbandelt Ja, und Gott sei Dank gibt es Zeitfenster wo wir uns sehen.
00:03:00: Und wo mich das unglaublich freut das miterleben zu dürfen.
00:03:03: Genau!
00:03:03: Wir hatten ja schon die Freude und das Vergnügen über Momo zu sprechen, über dieses Projekt auch immer mal wieder.
00:03:10: Und genau du hast gerade schon angesprochen mein Leben besteht wirklich aus vielen Umwegen, aus vielen einzelnen Bausteinen aber auch Baustellen durchaus Tatsächlich ein paar Jahre gedauert, auch bis ich das irgendwann mal verstanden habe.
00:03:23: Dass diese Umwege keine umwege sind in dem Sinne aber dass einfach das Leben ohnehin nicht gerade läuft und auch nicht fair läuft, sondern das Leben lebt uns auch ein bisschen.
00:03:33: Und ich glaube auch ohne meine ganzen Umwege weil ich komme ursprünglich auch irgendwo aus der Forschung.
00:03:38: also ich habe ja mal promoviert und habe auch wirklich wissenschaftliche Aufsätze geschrieben und hab gelehrt an Unis, an Hochschulen aber immer auch an künstlerischen Hochschule muss ich sagen.
00:03:48: insofern hatte immer schon eine Affinität für Medienwissenschaften, für Kulturwissenschaftens, für Kunst Künste in allerlei Hinsicht Literatur.
00:03:56: Ich bin ja auch Literaturwissenschaftler und irgendwann da genau kam dieses erste Jugendbuch, das ich mal geschrieben habe mit dem Bellsverlag Und dann kamen plötzlich die Kinder dazu und plötzlich kam immer mehr Jugendbücher und dann kam auch die Kinderbüchern natürlich auch Bücher für Erwachsene.
00:04:12: Und warum ich heute hier bin, ist natürlich... Ich bin heute zum Schwärmen da.
00:04:17: Weil der eigentliche Anfang von meinem Buch über Momo in meiner Kindheit liegt dort weil ich ja dieses Buch mit ungefähr neun Jahren gelesen habe und total geflasht war.
00:04:29: also es wirklich das Lieblingsbuch Gibt es manchmal?
00:04:36: Aber tatsächlich die meisten kennen oder haben es irgendwie mitbekommen entweder als Hörbuch Oder vorgelesen bekommen, das finde ich meine schönste.
00:04:44: Viele haben es vorgelessen bekommen.
00:04:46: Und haben ja unterschiedliche Figuren aus dem Buch abgespeichert glaube ich.
00:04:50: Wir hatten hier gerade gesprochen also Cassiopeia...
00:04:55: Ja wer ist deine Lieblingsfigur?
00:04:56: Hast du noch eine?
00:04:57: Also wir kamen ja grade nochmal auf Beppo den Straßenpäher und Meister Hofer ist für mich der Hatz nachher.
00:05:08: Der hat das Fenster aufgemacht, dass Momo es retten konnte.
00:05:11: Was da alles also Schlimmes war ... Ich glaube schon ich habe mit angehaltenem Atem gelesen.
00:05:17: Ja
00:05:17: er ist ja der Hüter der Zeit
00:05:19: und kriegt das hin, dass
00:05:22: die endlich gestoppt werden?
00:05:23: Im Nirgendhaus!
00:05:24: Und das Spannende an der Figur ist auch wenn man jetzt wirklich mal von der Theorie reinschaut... Er kann nicht eingreifen.
00:05:33: Das heißt, er kann nichts verändern.
00:05:35: Er verwaltet die Zeit und verteilt die Zeit.
00:05:37: aber er kann jetzt nicht sagen, ich möchte das um das zu verändern oder den grauen Herren entziehe mal ihre Zeit wieder.
00:05:43: Das kann er nämlich nicht machen.
00:05:45: Das ist spannend!
00:05:45: Also er muss die Dinge auch geschehen und laufen lassen.
00:05:49: Und gleichzeitig ist er natürlich wie ein Gott.
00:05:51: Nämlich er ist allgütig, er ist uns wohlgesonnen und er ist irgendwo richtig sympathisch und weise vor allen Dingen.
00:06:04: Figuren dazu und ich bin sehr gespannt in den Kommentaren zu erleben, welche Figur für dich jetzt hier so spannend wird.
00:06:12: Die Lieblingsfigure?
00:06:13: Ja das kann ich auch spannend wissen!
00:06:15: Also die bekannteste ist ja Beppo Straßenkehrer.
00:06:18: Das habe ich mittlerweile mitbekommen.
00:06:19: Ich nenne immer erst eigentlich der meist zitierte Sendmeister der Welt
00:06:24: Oh ja, das ist eine schöne Formulierung als Zenmeister.
00:06:26: Ja,
00:06:27: weil wirklich der wird in ganz vielen Meditationskontexten zitiert aber auch von Zen-Meistern.
00:06:32: Es gibt einen Mönch, ein japanischen, der hat tatsächlich ein Buch geschrieben über Momo.
00:06:37: Momo erzählt Zen heißt das und das war sogar noch zu der Zeit, dass Michael Ende gelebt hat und dieses Buch lese ich gerade und es ist fantastisch!
00:06:47: Und da kommt natürlich ein ganz Kapitel über Beppo Vor und da schreibt er eben auch genau das ist Sen, aber auch Momo ist Sen.
00:06:53: Und Cassiopeia ist Sen?
00:06:55: Du hast eben gesagt Cassiopaea ist deine Lieblingsfigur unter anderem mit Meister Hora zusammen.
00:07:00: Ja also ich fand die kannte den Weg.
00:07:03: ja
00:07:05: sie blinkte da immer auf Ich weiß aber gar nicht mehr bei welchen Gelegenheiten.
00:07:08: Aber ich möchte so
00:07:09: gerne dass du... Die kann nicht sprechen sondern nur über die Worte auf ihrem Panzer.
00:07:14: Die leuchten auch.
00:07:16: Ja wirklich mein Lieblingstier.
00:07:17: Ich wollte früher immer eine Cassiopia haben Und dann habe ich ein Hund bekommen, immerhin.
00:07:21: Wenn auch ohne leuchtende Buchstaben...
00:07:23: Aber der redet mit anderen Worten!
00:07:25: Ich glaube er macht sich ja auch verständlich.
00:07:27: Vor allen Dingen
00:07:29: ist er auch entschleunigend.
00:07:30: Manchmal b-schleunigen aber auch entscheunigent.
00:07:32: und das ist ja mein Lieblingsdietat von Casio Paya je langsamer desto schneller.
00:07:39: Ja,
00:07:39: das erinnere
00:07:40: ich auch noch.
00:07:40: Also und das fand ich als Kind auch so faszinierend weil ich konnte es nachfühlen.
00:07:45: In dem Moment auch als Momo Die muss sich ja umdrehen.
00:07:50: Die kommt ja erst mit Casio Paya ganz langsam, sie wird immer langsamer weil je langsammer desto schneller.
00:07:55: plötzlich kommen Sie immer schneller voran obwohl sie langsame gehen und dann kommt ja diese Niemalsgasse.
00:08:00: Du meinst also ganz zum Schluss als die grauen Herren der schon so auf den Fersen ist?
00:08:04: Genau!
00:08:05: Diese Situation Genau.
00:08:06: Und da geht es jetzt zum zweiten Mal ins Nürngrthaus Ja Und durch die Niemaltsgasse Da kommt man ja nicht vorwärts vorran und auch nicht schnell sondern muss ganz langsam gehen und vor allen Dingen muss man sich umdrehend und rückwärz gehen.
00:08:18: Das heißt, es ist so eine Rückschau.
00:08:20: Man guckt also auch noch mal komplett auf seinen Ursprung und sein ganzes Leben an.
00:08:24: Und dann dreht sie sich ja um und geht ganz langsam mit Kassiopeia.
00:08:27: und diese Verbindung aus Intuition-, Selbsterkenntnis- und Langsamkeit...
00:08:32: Ich hab das so gefühlt
00:08:33: damals.
00:08:34: Wir sind richtig reingefurgegültig,
00:08:35: aber gerne noch mal ein
00:08:38: bisschen zurückkuckt.
00:08:38: Zurück
00:08:39: zum Anfang!
00:08:41: Wie bist du vorgegangen?
00:08:42: Du bist auf Reisen gegangen.
00:08:43: Du hast dir Orte angeguckt und abgetaucht.
00:08:47: Nimm uns doch dabei mit wie...
00:08:49: Ja vielleicht fangen wir nochmal ... Bevor der Reise fangen ich nochmal kurz bei der E-Mail an die ich bekam.
00:08:54: Es war einfach eine E-mail im Postfach Und ich habe da reingeguckt und ich habe wirklich nichts geahnt.
00:09:01: Das war die Programmleitung von dem Teenemann-Verlag, also der Verlag von Michael Ende von Ottfried Preußler.
00:09:06: Und da stand dann einfach drin sehr geehrter Herr Doktor Bernadie.
00:09:12: Könnten Sie sich vorstellen ein Buch über Momo zu schreiben?
00:09:16: Ich habe in einem Interview mit Ihnen gelesen das Momo Ihr Lieblingsbuch war in Ihrer Kindheit.
00:09:22: Stimmt das denn überhaupt so?
00:09:26: Und daraufhin habe ich natürlich erst mal eine Nacht geschlafen, wie man das so macht.
00:09:30: Aber ich war innerlich schon so aufgeregt, es hat gekribbelt überall.
00:09:33: Weil ich nichts ahne dieses Postfach aufgemacht habe und da war diese.
00:09:37: Könnten Sie sich vorstellen ein Buch über Momo zu schreiben?
00:09:39: Ja
00:09:40: ist doch Wahnsinn oder?
00:09:41: Und ob ich mir das vorstellen könnte.
00:09:42: dann haben wir telefoniert und dann kam eben auch gleich die Erben mit rein.
00:09:46: So sie müssen aber wissen dass auch die Erbe hier beteiligt sind.
00:09:50: Die müssen jetzt erstmal sie checken.
00:09:53: also Momo und Michael sind erst mal hingegangen und haben dann geguckt, ob denn der Herr Jörg oder Dr.
00:10:00: Jörk Bernhardi überhaupt ihnen passt?
00:10:02: Ob er das überhaupt kann?
00:10:03: Ob der sozusagen die Kragen weiter hat für sie und ob er das schafft könnte ihrer Meinung nach?
00:10:10: Das heißt, die mussten erstmal ihren Segen geben, wenn man so sagt!
00:10:13: Und genau, das ging dann aber.
00:10:16: Ich musste auch eine Leseprobe dann einreichen irgendwann und nicht nur für den Verlag wie man das normalerweise macht fürs Lektoratoren eben auch für die Erben.
00:10:23: Das heißt es waren immer wieder einige Stufen und um dann wirklich so richtig in die Energie von Momo und dem Roman reinzukommen habe ich erstens mit ein paar Menschen gesprochen.
00:10:33: Das war sehr wichtig.
00:10:34: da sind ganz viele Gespräche drin gelebte Zeit quasi und besprochene, gesprochene Zeit.
00:10:40: Und vor allen Dingen habe ich eine Reise gemacht nach Gensanri Roma.
00:10:44: Das ist nämlich der Ort an dem Michel Endel Momo geschrieben
00:10:47: hat Was hat das mit ihr gemacht?
00:10:51: Es ist in der Nähe von Rom und Ich hab mich auch wirklich in die Zeit hinein versetzt.
00:10:56: Das war nämlich so zwischen nineteen sieben sechzig und neunzehnseitig, also auch zu der Zeit als der Club of Rome zum ersten mal diesen berühmten Wachstumsbericht veröffentlicht hat und als die Menschheit zum ersten Mal eigentlich den Hinweis das Signal bekommen hat...die Ressourcen sind endlich.
00:11:13: Wir werden nicht immer so weiter wirtschaften können.
00:11:15: und überhaupt die Erde verträgt nicht alles bis in die Ewigkeit hinein, sondern der Mensch hat eine Auswirkung.
00:11:23: Und die können wir am Klima sehen, die können überall hinterlassen, wir spuren.
00:11:28: Und
00:11:29: übernehmen wir das für die Verantwortung?
00:11:30: Ja oder nein?
00:11:31: Genau!
00:11:31: Und Michael Ender hatte damals nämlich eine Krise eine Schaffenskrise und ist deswegen nach Italien gegangen mit seiner Frau, seiner dameligen ersten Frau.
00:11:40: Und er brauchte diese Freiheit die freie Lebensfreiheit die man in Italien hat Bella Vita und Deutsche Vita.
00:11:47: ja ich habe sein altes Café besucht eben in Gensangri Roma und habe da auch ein Espresso getrunken, wo er regelmäßig saß.
00:11:56: Und ich habe mir auch im Umfeld in der Umgebung angeschaut, wo hat er sich inspirieren lassen für die unendliche Geschichte?
00:12:02: Also zum Beispiel gibt es so einen Ausblick von einer ganz tollen Stadt mit so eine Riesen-Säule in den Fels reingebaut.
00:12:07: Dann schaut man über ein See und dann sieht das aus wie eine Schildkröte.
00:12:11: Da
00:12:11: z.B.,
00:12:12: hat er seine Idee her von Morla dieser uralten Schild kröte, die an der großen Gleichgültigkeit erleidet Und auch für Momo, und das war eigentlich der Hauptgrund warum ich hingefahren bin.
00:12:23: Gibt es ein altes Amphitheater?
00:12:25: Es ist gar nicht so alt!
00:12:27: Aber es heißt tatsächlich Amphitheatro Michelende.
00:12:31: Das heißt Agenzani Roma hat es nach Michael Ende benannt... ...und da steht auch der große tolle Satz auf Italienisch natürlich.
00:12:39: Denn Zeit ist Leben und die Zeit... Entschuldigung, das müssen wir ja nochmal von vorne machen.
00:12:48: Jetzt, ich wollte es erst auf Italienisch sagen.
00:12:52: Denn Zeit ist Leben und das Leben wohnt im Herzen.
00:12:55: Das steht auch italienisch in großen Buchstaben und das habe ich mir angeschaut... Ja
00:13:01: da spielt ja ganz
00:13:02: viel,
00:13:03: also dieses Amphitheater, das taucht ja durchgängig im Buch
00:13:09: sozusagen.
00:13:10: Ja, das fängt eigentlich damit an mit den alten Stecken.
00:13:14: Da trifft man sich tollen Begegnungen.
00:13:21: Da versucht man ja auch, Momo mit Puppen oder was war das Spielzeug generell zu verführen da doch nicht weiter nachzuforschen und so was alles.
00:13:33: also das fand ich schon ein sehr zentrales.
00:13:35: Ja, Momo ist ja ein weißen Kind.
00:13:36: das heißt sie kennt nicht Maria Eltern und sie kommt plötzlich irgendwann an wohnt in diesem Ampheterater, in dieser alten Ruine des Ampheteaters und die Menschen dort, die Bevölkerung am Rande der Stadt nehmen sie auf.
00:13:52: Das heißt, ihr entscheidet, du hast keine Eltern, du bist zwischen acht und zwölf Jahre, Sie weiß ja nicht mehr wie alt sie ist, sie kann auch nicht lesen, sie können auch nicht schreiben.
00:14:02: also sie ist eigentlich von allem sehr unberührt.
00:14:05: gleichzeitig sagt ihr aber warum kann ich denn nicht allein hier leben?
00:14:09: Denken, wir müssen dich ja aufnehmen.
00:14:11: Also du musst ja bei irgendeinem Zuhause sein und du brauchst ihr Erwachsenen.
00:14:14: Und sie sagt warum kann ich nicht hier alleine leben?
00:14:17: beraten sie sich und irgendwann entscheiden sie, ja okay.
00:14:20: Dann ist es doch am einfachsten, am besten wenn du hier einfach wohnen bleibst und wir können uns alle gemeinsam um dich.
00:14:25: Und dann schenken Sie ihr Sachen, richten dir die Wohnung ein in dieser Ruine und der Bäcker bringt ihr Brot, der Handwerker baut ihr einen Schrank und ein Bett und genau!
00:14:37: Der Wirt bringt ihr was zu trinken.
00:14:38: also alle machen ihr Ding und sich feiern da auch feste.
00:14:41: Also das Momo wird zum Treffpunkt, zum dritten Ort würden wir heute sagen, zum sozialen Treffer an dem die Menschen sich austauschen, an dem sie sich begegnen.
00:14:49: An dem sie auch emotional sich etwas geben.
00:14:52: Ohne dass Sie jetzt über Geld verfügen müsste um das zu organisieren.
00:14:56: ganz im Gegenteil?
00:14:57: Richtig!
00:14:57: Das ist wenn du so willst gemeinnützig oder es funktioniert eben mit sehr wenig Geld.
00:15:01: Jeder steuert das bei was er kann aber meistens eher Dinge und sich zu treffen kostet ja nichts.
00:15:07: Dass am Viehtheater's auch kostenfrei.
00:15:10: Und vor allen Dingen eine Sache ist kostenfrei und unermesslich kostbar.
00:15:15: Und das ist die Gabe zuzuhören.
00:15:17: Das ist Momo's Talent!
00:15:19: Ja,
00:15:19: das ist das was auch alles verbindet in der Geschichte und was die Menschen miteinander verbindet weil irgendwann heißt es nur noch geh doch zum Momo wenn du ein Problem hast Wenn du Sorgen hast wenn du eine Idee brauchst oder irgendwo nicht weiterkommst oder wenn du glaube gerade dich verandt hast oder das Gefühl hast mein Leben ist grad sinnlos all das ... sagen die Leute einfach nur, geh doch zu Momo und sie gehen da hin.
00:15:42: Und plötzlich haben... so steht es dann auch drin, ne?
00:15:44: Plötzlich haben die nicht so klugen, haben plötzlich eine kluge Idee,... ...die nicht so innovativen haben, plötzlich die innovativste Idee überhaupt.
00:15:51: Menschen, die sich vorher gestritten haben, die verstehen sich wieder oder Menschen, der sich vor unglaublich schlecht gefühlt haben sehen plötzlich wieder Sinn in ihrem Leben usw.
00:15:58: Also das ist ein bisschen magisch.
00:16:01: Das hat auch was mit einem von einem wunderbaren, was Momo da kann.
00:16:07: Ja, und wenn ich das richtig erinnere verteilt sie nicht Ratschläge oder so was die hört zu.
00:16:14: Richtig.
00:16:14: Und in denen Sie reden diese anderen kommen Sie selber auf die Idee wie die Lösung sein könnte oder so etwas.
00:16:20: Genau!
00:16:20: Sie schafft eigentlich nur einen Raum ein Resonanzraum also sie bringt sogar Kanarienvogel zum Singen wieder.
00:16:28: ja also nur indem sich zuhört
00:16:31: Traum hat Wie viel, wie ist das Buch aufgebaut?
00:16:36: Wie stelle ich mir das jetzt vor.
00:16:37: Da gibt es die alten Passagen sozusagen und darauf nimmst du Bezug oder...wie ungefähr ist das?
00:16:47: Genau!
00:16:48: Das hat ein bisschen gedauert bis das Konzept stand aber mein Wunsch war von Anfang an dass ich Originalpassage und Zitate aus dem Roman immer dabei haben möchte.
00:16:57: Und so habe ich jetzt vor jedem Kapitel, und es gibt viele kleine Kapitel... ...habe ich vor jedes Kapitel einen Original-Zitat vorangestellt, mal kürzer, mal länger,... ...und es gibt insgesamt drei große Blöcke!
00:17:08: Der erste Block ist Momos Lebensphilosophie.
00:17:12: Da geht's um Freundschaft aber im größten Sinne des Wortes also nicht nur um zwischenmenschliche Freundschaft sondern auch um Freundenschaft mit der Natur, Freundschaft mit dem Leben, mit der Welt, also mit dem Universum vielleicht sogar, dem Kosmos, mit dem Ganzen.
00:17:26: Der zweite Block ist die Gesellschaftskritik, also Momos Philosophie der grauen Herren.
00:17:31: Und der dritte große Block ist Herz und Zeit, und zwar Momos philosophische Reise, also ihre Philosophiede Lebenszeit.
00:17:41: Diese drei großen Blöcke sind sozusagen die Bausteine für Momos-Philosophie.
00:17:46: Die du daraus gezogen hast sozusagen?
00:17:49: Ja!
00:17:49: für sich in sein Leben übertragen kann.
00:18:01: Ich habe auch ganz viele Impulse eingebaut, das macht dieses Buch besonders.
00:18:04: Das hab ich so noch nie gemacht und ich glaube es ist auch für den Verlaken-Experiment auch für die Erben für uns alle weil es wirklich etwas ganz ganz Neues ist was wir so noch nicht gemacht haben.
00:18:14: Weil es ist ja eigentlich ein philosophisches Sachbuch vielleicht auch ein sociologisches Sachsbuch da ist ganz viel drin.
00:18:20: Michael Ende war ja auch auf allen Gebieten viel unterwegs.
00:18:25: Es ist ein gesellschaftspolitisches Sachbuch, es ist auch ein künstlerisches Sachpunkt.
00:18:28: Du meinst
00:18:28: die erste Version jetzt?
00:18:30: Ist das schon?
00:18:31: Genau also dieser Roman ist natürlich ein Weltklassiker und da steckt natürlich genau all das schon drin.
00:18:38: man merkt dass Michael Ende unglaublich belesen hat.
00:18:40: der kannte sich aus in der Soziologie Philosophie, der kannte sich aber auch aus in der Ästhetik.
00:18:46: In den Künsten und in der Kunsttheorie, also vor allen Dingen in der Romantik
00:18:50: von Schiller
00:18:51: angefangen bis zu ganz vielen Dichtern.
00:18:54: Goethe ist sehr wichtig für ihn gewesen.
00:18:56: Der steht schon in sehr großen Traditionen, aber eben auch in der Tradition der Geschichtenerzähler.
00:19:02: Michael Endel hat ja selbst gesagt er ist gar kein Schöpfsteller, sondern ein Geschichtenerzähler.
00:19:08: Das merkt man seinen Texten auch an.
00:19:19: Nein, nicht so ein guter Stück jeden Fall.
00:19:21: Man erinnert sich an hohe Bedarfe zu geben.
00:19:24: Und du sagst es wohl auch in das Mützbeschiff.
00:19:29: Der Mieser glaube ich, wenn der Mützer hier wirklich in die Nähe ist... Sondern es kommt wo?
00:19:43: Haben das dann ja so liebevoll?
00:19:46: So leicht
00:19:47: auch.
00:19:47: Ja, leicht!
00:19:48: Da kann sich so schnell damit... Die Person ist einfach um die Sorge.
00:19:58: man sieht auf da gibt es ja nachher diese Zeit wo die Frauen herren da ja nun wirklich schon sehr viele aus diesem engen Nähmungkreis gedreht haben und
00:20:13: Man sorgt
00:20:14: sich wirklich um die und denkt auch, wenn es schade ist.
00:20:17: Was haben sie alles verloren?
00:20:19: Also ich hätte
00:20:20: in der Feld diese Gaststätte da ein, bevor ja die anderen sitzen konnten... Nino!
00:20:24: Der wird ja.
00:20:24: Ja, kriegst
00:20:25: du dann nur noch so einen Zeitslot?
00:20:27: Kenne
00:20:27: ich doch, kenne ich doch vor unserer heutigen Zeit.
00:20:30: Aus einer richtig schönen traditionellen Wirtschaft oder einem Wirtshaus wird eben ein Schnellrestaurant.
00:20:39: Aber ohne dass da jetzt so eine Dramatik aufgeht.
00:20:45: Ohne Zeigefinger, ohne Moralisierung und das schafft nämlich der Roman.
00:20:49: Und deswegen war unser Anspruch, mein Anspruch auch so hoch weil genau das wollte ich natürlich auch nicht mit dem Moralzeigefänger ranzugehen Genau, aber es gibt eben Impulse.
00:21:00: Also fast hinter jedem Kapitel oder auch mal zwischendurch geben wir so einen kleinen lebensphilosophischen Impuls und der ist auch für das eigene Leben für den Alltag gedacht.
00:21:08: Absolut!
00:21:08: Aber eben ohne Zeigefinger.
00:21:09: Das war
00:21:09: wichtig.
00:21:10: Ja, ohne Zeigefinger und letztendlich ist das ja Besenstrich-für-Besenstrich oder
00:21:15: du hast gerade noch was anderes kommt davor?
00:21:17: Ja Schritt Atemzug Besen Strich Besenstrich, also Beppo Straßenkehrer.
00:21:31: Genau und deswegen ist diese Lebensphilosophie auch die Impulse, sie sind gar nicht so weit weg von Momo weil natürlich Menschen das ohnehin aus dem Buch und aus der Geschichte ziehen.
00:21:39: Also das ist wahrscheinlich die meist zitierte Stelle mit Beppo und das ist tatsächlich eine sehr bewährte Umgangsweise mit Problemen.
00:21:46: Wenn wir ein Problem haben dann ist es sehr klug erstmal nicht das ganze Problem zu sehen wie so vor einer Schlange die uns hypnotisiert sondern erstmal einen Schritt nach dem anderen und immer nur den nächsten Schritt zu sehen.
00:21:56: Und dann merkt man gar nicht, dass man irgendwann mal am Ende der Straße ist.
00:22:00: Dann sagt natürlich auch Beppo zurecht und dann ist es gut, dann macht das Spaß und dann macht es Freude und das ist wichtig.
00:22:07: Genau!
00:22:08: Also diese Weisheiten da drin, die kommen so leicht für sich daher... Also jetzt, was hat sie?
00:22:20: Keine Schwere.
00:22:20: Kein Zeigefinger und so etwas alles.
00:22:23: Und
00:22:24: du hattest vorhin die Jahreszahlen gesagt, wann
00:22:28: Michael Ende... Das geschrieben hat, ne?
00:22:30: Sieben, sechzig bis dreien, siebzig ungefähr.
00:22:33: Ja!
00:22:33: Und das ist ja nun wirklich schon eine Zeit her.
00:22:36: Was
00:22:36: hat sich in der Zeit alles verändert?
00:22:39: Und da jetzt Momo neu drauf schauen zu lassen Und durch deine Vielfalt, es geht ja jetzt sage ich mal durch deine Hände die geprägt wurden.
00:22:54: Ich bin immer wieder fasziniert wenn du erzählst was junge Menschen dir für Fragen stellen oder zu den Büchern um die es da geht und so andere Fragen an die Welt haben.
00:23:11: Das wurde ja gelesen, was weiß ich, in zehn Jahren oder zwanzig Jahre war das doch so ein Render.
00:23:21: Also es waren ja nicht nur einen Jahr irgendwie jetzt so...
00:23:24: Genau!
00:23:25: Es ist Weltbestseller, es wurde über zwei Millionen mal verkauft und es ist wirklich ein interessanterweise genutzt oder häufiger verkauft als die unendliche Geschichte.
00:23:39: Obwohl die Unendliche Geschichte sicherlich die bekanntere Geschichte von Michel Ender ist.
00:23:44: Ich denke hier und da schon wegen der vielen Kinoverfilmungen, das haben natürlich ganz viele Menschen an wahrgenommen und Fuchuhr und die großen Bilder und Phantasien.
00:23:53: Das ist natürlich unglaublich!
00:23:55: Mächtig in der Wirkung.
00:23:59: Genau, richtig genau!
00:24:01: Ich habe mit Sebastian Meschenmosa auch gesprochen im Vorfeld und er wurde mir vorgestellt von einer Bibliothekarin die auch sehr wichtig war hier für mein Buch.
00:24:10: Mit dieser habe ich angefangen vor drei Jahren dann auch mal zu sprechen weil sie ist Expertin für Michael Ende.
00:24:16: Sie ist eben an einer Bibiliothek in Dresden arbeitet sie viele wichtige Gespräche, um auch in das Denken von Michael Ende überhaupt mal reinzukommen.
00:24:25: In diese Welten.
00:24:26: und gleichzeitig hat es mir eben Sebastian Mosa vorgestellt.
00:24:28: wir haben ihn zusammensucht in seinem Atelier ein toller Künstler der diese Schmuckausgabe die ganz besondere Schmuckeusgabe von der unendlichen Geschichte neu illustriert hat.
00:24:38: Ganz toll!
00:24:39: Und diese Bilder sind nicht nur im Buch sondern gibt's wirklich an der Wand.
00:24:42: Großformatisch.
00:24:43: Ja, großformatig richtig.
00:24:44: Also... ...größer Sonder.
00:24:47: Das passt total zu Michael Ende auch über seine ganze Art und Weise, wie er die Wirklichkeit und die Literatur gesehen hat.
00:24:55: Er hat nämlich mal gesagt, er war in einer Ausstellung von Van.
00:24:58: Gogh... ...und danach als er aus der Ausstellung rauskam, konnte er die Welt durch die Augen von van Gogh sehen.
00:25:07: Also er hat plötzlich angefangen eben ähnlich diese Strukturen ne?
00:25:11: Von diesem Blumen, den er malt, von den Menschen, diese impressionistisch-expressionistische das verschwommene.
00:25:17: Plötzlich hatte er angefangen Die Welt auch so zu sehen ein bisschen, die Wirklichkeit.
00:25:21: Das heißt diese Kunst von Van Gogh ist deswegen so besonders weil sie uns nicht nur berührt sondern sie öffnet uns einen neues Fenster auf die Wirklichkeit.
00:25:29: wir sehen plötzlich die Wirkligkeit anders und das Gleiche schafft nämlich Michael Ende auch und ich glaube das schafft gute Kunst immer.
00:25:36: ja dass man danach die Welt und die Wirksamkeit anders sieht.
00:25:49: Kleine Alltagsturke?
00:25:50: Ja,
00:25:50: genau.
00:25:52: Also was öffnest du da für Fenster in so unterschiedliche Zeiten hinein und du machst es so dass man sich da plötzlich zu Hause fühlt.
00:26:05: Aber man ist da drin und kann das alles nachvollziehen.
00:26:08: also so hast du das... Das ist ja so ein dickes Werk, ich zeig das hier gerade.
00:26:14: Genau und das ist das was wir eigentlich mit Kindern immer machen, Gedankenflieger heißt auch Gedankenreisen.
00:26:19: Wir können eigentlich durch die Zeiten reisen...
00:26:21: Ja, der Kräfer ist
00:26:22: eben auch so entspannt.
00:26:26: Genau, Gedankefliege sind ein bundesweites Bildungsprojekt dass wir machen von Hamburg aus aber mittlerweile eben fast überall in Deutschland.
00:26:35: Seit zwanzig Jahren jetzt haben Jubiläum gefeiert Das ist Philosophie mit Kindern und wirklich mit Grundschulkindern.
00:26:40: Manchmal auch mit Kitas, aber in Erste- bis Vierteschulklasse.
00:26:44: Und da stellen wir eben große Fragen.
00:26:46: Also im Grunde kann man neunzig Minuten am Stück philosophieren indem er immer wieder neue große Fragen stellt... ...und Kinderköpfe sind voll mit großen Fragen!
00:26:55: Da muss man nicht lange graben.
00:26:57: Die sind eigentlich da.
00:26:58: Man muss dann nur mit diesen Fragen auch wieder ein bisschen spielerisch weiterdenken.
00:27:07: wo ich jetzt meine, dass durch so viel vorgefertigte Bilder, so verkürzte Bilder die auf
00:27:14: die Kinder einbreschen wollte ich wirklich zu sagen.
00:27:19: Dass sie sich das bewahren konnten da drin oder dass sie durch dich oder Gedakkophiewehr und allen, die daran tätig sind seit Dank, die Möglichkeit haben das sichtbar zu machen.
00:27:29: Das ist nicht in diese vorgefertigte
00:27:33: Antwort kommt.
00:27:36: Genau, und was ich persönlich daran so wichtig finde gesellschaftlich ist dass wir damit auch die Arbeit am inneren Kind vorantreiben.
00:27:43: ja natürlich weil am Ende und darum geht es auch in Momo und auch der Philosophie die ich dazu geschrieben habe Das Kind in uns zu wecken und das wieder lebendig werden zu lassen.
00:27:53: Also ich meine, es ist nicht umsonst dass einer der besten oder die letzten Jahrzehnte das Kind in dir muss Heimat finden heißt vom Titel her.
00:28:01: Das sagt viel über unsere Gesellschaft aus und was uns vielleicht auch ein bisschen fehlt oder wo eigentlich auch ein kritischer Punkt ist an dem wir uns mal genauer nochmal anschauen können und dürfen Und ich glaube da hilft Michael Ende aber vor allen Dingen Momo Das ist sowas von.
00:28:17: Da zeigt uns Wege auf, wie wir diese Kinder in uns das Kindliche wieder wecken und wie wir das ernähren können?
00:28:26: Ja also nicht nur erwecken sondern es hat ja bei uns ich will nicht sagen es wird belächelt aber in unserer Wirtschaftswelt da muss man anders denken oder kein Kind gar nicht anfangen usw.
00:28:42: Diese so verkürzte Denke Die wird dadurch, also einmal ein ganzer Lob vom Tisch gewischt und ich merke das ja bei meinem Thema die Alten.
00:28:53: Da wenn da die Kinder dabei sind und der Mutter Vater oder wie auch immer dann sagen... Also ich bin zwar sechzig, siebzig Jahre alt, aber ich fühle mich noch so jung.
00:29:03: Wir gucken die Kinder oft betreten zur Seite.
00:29:07: Juck fühlen, sich zu gestatten.
00:29:10: Also da drin den Wert zu sehen dass das eine Kostbarkeit in uns ist.
00:29:15: meine Güte ja hier sind Falten da hängt es und die Hüfte eiert und das Knie klemmt Das macht uns nicht aus.
00:29:24: Und wenn wir da jetzt wieder eine Möglichkeit haben ganz anders mit uns selber auch umzugehen und die zu erkennen wie
00:29:32: wertvoll diese Denke von Momo ist
00:29:36: Was sie retten kann, sie rettet die Welt ja damit.
00:29:39: Und
00:29:42: das Kind ist nämlich eigentlich nur ein Bild für etwas was wir alle in uns haben und das ist unser Herz.
00:29:48: Am Ende des Tages geht es darum wieder mit dem Herzen wahrzunehmen.
00:29:51: Dann wird jeder ernst zu einem Spiel und jedes Spiel nehmen wir ernst!
00:29:55: Das ist nämlich das was daraus entsteht.
00:29:57: Dann ist es eigentlich egal, genau hast du recht?
00:29:59: Ist es egal ob wir jetzt unser Kind wecken oder nicht.
00:30:02: Wir sind dann dieses Kind wenn wir mit dem herzen wahrnehmen Und das ist der eigentliche Weg.
00:30:07: Ja und vor allen Dingen nicht als etwas nice to have, den Luxus kann man sich nur erlauben wenn und so was auch so oft dahinter steht sondern es ist ein Bestandteil von uns, vom Welt
00:30:20: und
00:30:21: dem lassen wir uns nicht mehr
00:30:22: klein regnen.
00:30:23: Schauspieler und Schauspillerinnen müssen das nämlich auch.
00:30:26: Gute Schausspielerinnen haben eine unglaublich gute Beziehung zu ihrem Kind weil die müssen mit ihrem Kind arbeiten um gut spielen zu können und um sich auf ihre Rollen spielerisch vorbereiten zu können.
00:30:38: Und ich habe nämlich mit einem Schauspieler auch Christoph van Boven, der ist hier am Schauspilhaus in Hamburg ab und zu, einen fantastischen Rollen.
00:30:46: also große Empfehlung wenn ihr seht dass Christoph von Boven mitspielt unbedingt reingehen spielt.
00:30:53: tolle Hauptrollen.
00:30:54: auch Mit ihm habe ich in so einem ersten Jahr, als ich mich vorbereitet habe auf diese Philosophie und das Buch, habe ich ganz viele Spaziergänge gemacht.
00:31:05: Und wir haben uns durch die Geschichte und den ganzen Wust der grauen Herren der letzten Jahrtausende.
00:31:11: gewühlt und gekämpft und haben darüber gesprochen.
00:31:14: Und was die grauen Herren alles so anrichten, ob sie nun Kaiser waren oder Könige oder Wirtschaftsführer oder Diktatoren oder einfach die Masse, die plötzlich durchdreht ja?
00:31:25: Also alles Mögliche!
00:31:27: Ich meine Shakespeare bis in die ganze Weltliteratur ist ja voll von dieser Art von Figuren.
00:31:33: Das kann man als das absolute Böse darstellen, als das dunkle
00:31:36: usw.,
00:31:37: aber Wenn man dann wirklich einmal durch diesen ganzen Wust sich durcharbeitet, dann kommt man wirklich zu einer Definition der grauen Herren.
00:31:46: Und die ist dann gar nicht mehr so weit weg von uns selbst nämlich... Die Quintessenz der Grauen Herren auch in Momo Ist etwas das wir Quantifizierendes Denken nennen.
00:31:57: Quantifiziert also.
00:31:59: es geht um Quantität und nicht mehr um Qualität.
00:32:01: Es gilt darum etwas messbar zu machen, es geht darum etwas zu kontrollieren etwas nur noch in seinem Zweck zu sehen und nicht mehr spielerisch frei.
00:32:10: Genau das, was du eben gerade gesagt hast also durchaus ein sehr radikales Wirtschaftsdenken, was wir ja brauchen.
00:32:17: Also ohne quantifizierendes Denken ist es ja ein Werkzeug.
00:32:20: Das brauchen wir!
00:32:22: Wie viele Eier möchtest Du heute einkaufen?
00:32:23: Sechs?
00:32:23: Okay da brauche ich das Quantifizieren der Denken.
00:32:26: oder auch möchtes Du einen Tee oder einen Kaffee?
00:32:28: Wir brauchen eine quantifizierendes Denken.
00:32:30: Also wir brauchen das im Alltag und auch um sozusagen glücklich zu werden, dass ist ein Werkzeug aber eben nur in bestimmten Bereichen so wie einen Art der operiert.
00:32:42: Ein Chirurg braucht ein Messer Aber er würde ja mit dem Messer sich nicht mehr also mit dem OP-Messer sich nicht an den Küchentisch setzen oder damit essen Er wird auch damit keine Musik
00:32:52: machen.
00:32:53: Und es gibt eben Bereiche im Leben ist das quantifizierende Denken richtig und wichtig, wie in der Wissenschaft.
00:32:59: Wie in der Innovationen, in der Wirtschaft aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt.
00:33:03: Das andere – das freie Denken, das freies Spiel auch – ist mindestens genauso wichtig.
00:33:08: Und ich glaube ein glückliches Leben oder auch ein gelungenes Leben, auch wirtschaftlich gelungen gibt es eben... –
00:33:16: Absolut!
00:33:16: Innovation?
00:33:17: Wo du
00:33:17: gerade gesagt
00:33:18: hast… braucht und natürlich dieses quantifizierende Denken,
00:33:21: aber der
00:33:21: Innovationen
00:33:22: braucht Fantasie
00:33:24: und Freiheit.
00:33:26: Also in ganz anderen Bahnen zu denken.
00:33:29: nur da ist Innovation nötig.
00:33:32: Genau!
00:33:33: Und deswegen ist es so gefährlich.
00:33:34: also Michael Ende hat mal die grauen Herren mit der Grippe verglichen.
00:33:40: Mit der Krankheit?
00:33:40: Ja ja mit dem Virus.
00:33:42: Die grauen Herren sind so etwas wie eine Grippe, die uns befällt.
00:33:45: Kann man damit vergleichen?
00:33:47: Nur mit dem Unterschied dass die Grippe nach sieben Tagen wieder vorbei ist und die grauen Herrinnen führen irgendwann zu tödlichen Langeweile.
00:33:56: das heißt Das ist ein Begriff natürlich aus dem Roman und es wird auch entsprechend dargestellt.
00:34:03: also wir werden ganz grau fallen in uns zusammen und Können gar nichts mehr empfinden.
00:34:09: eigentlich sind so... Uns ist eigentlich so langweilig, dass wir gleichzeitig gestresst sind.
00:34:16: Also es ist beides und wir kommen gar nicht mehr zu uns.
00:34:19: also diese tödliche Langeweile Und die führt eben einerseits zur Gleichgültigkeit und das ist ja das was zum Beispiel Hannah Arendt auch als das Böse definiert hat.
00:34:28: wenn wir gleich gültig werden Wenn wir Dienst nach Fortschrift machen ohne nachzudenken, wenn mir nicht mehr Fragen stellen, nicht mehr spielen und das andere ist natürlich das naja wir auch irgendwo außer der Quantität keinen Sinn mehr im Leben sehen.
00:34:44: Und das liegt gar nicht daran, dass es die Qualität nicht mehr gibt.
00:34:46: Es liegt einfach daran, daß wir den grauen Herrn zu viel Macht gegeben
00:34:49: haben.".
00:35:06: Liebevollen Augen darauf zu schauen, was ist heute
00:35:10: gerade los?
00:35:13: Ich sehe dein Buch unter ganz vielen Weihnachtsmann.
00:35:19: Es ist ein Sternenhimmel
00:35:20: drauf!
00:35:24: Ganz ohne Frage.
00:35:25: und dieses sich verführen zu lassen... zu dieser neuen Welt, wo von ich ja überzeugt bin dass die vor uns steht weil das andere geht einfach nicht mehr weiter.
00:35:38: und da ist Momo verzeihlich der so sage.
00:35:44: es ist in meinen Augen eben auch ein ganz toller Ratgeber für Menschen die auf der Suche sind.
00:35:52: Und wo geht die Reise hin?
00:36:01: dass sie uns wie nicht entgleiten.
00:36:05: Die Empathie
00:36:06: im Kleinen?
00:36:07: Ja, in dieser Phase die mich so geguselt hat wo jetzt die?
00:36:12: so war Momo da eigentlich ein bisschen weiter weg weiß ich jetzt gar nicht.
00:36:15: aber da kam ja diese grauen Herren
00:36:17: in ihren ganzen Freundeskreis rein
00:36:20: und habe zu einem nach dem anderen da so
00:36:22: rausgezogen.
00:36:24: Sie haben sie isoliert.
00:36:25: Momo wird komplett isoliert, die merken nämlich die grauen Herren oder Zeitdebe, sie merken oh auf Momo haben wir gar keine Wirkung, wir können sie gar nicht beeinflussen.
00:36:35: Die ist immun gegen uns.
00:36:37: okay Wenn wir Momo nicht kriegen können, dann isolieren wir jetzt komplett ihre Freunde und alle.
00:36:45: Und das
00:36:45: war ja so leicht für die?
00:36:48: Beppo wird in eine psychiatrische Klinik gesteckt also sie sind jetzt nicht ohne.
00:36:51: Also auch ich meine wir reden hier von einem Kinder- und Erwachsenenbuch offenbar.
00:36:56: Also Bepo wird in die psychiatrischen Kliniken gesteckt abgeführt.
00:37:00: Gigi wird verführt dass er zum bekanntesten und prominentesten Geschichtenzähler aller Zeiten wird.
00:37:06: Und plötzlich in einer Erfolgsmaschine drin steckt, dass er für niemand mehr Zeit hat?
00:37:10: Und das fand ich das gefährlichste!
00:37:12: Also mich hat glaube ich nicht so sehr erschreckt, dass der in die psychiatrische Klinik auf jeden Fall habe ich das gar nicht abgespeichert.
00:37:19: Aber dass die anderen so verführt wurden... Guck mal, das ist doch das viel schönere Leben.
00:37:24: Das ist ja
00:37:25: das was uns leider
00:37:26: Gottes auch.
00:37:30: Ich will nicht sagen, ich fall drauf rein Es geht so, das ist so selbst wie selbstverständlich.
00:37:36: Das ist gerade nicht groß in Frage gestellt.
00:37:38: ich komme in keine Situation wo ich jetzt überlegen muss wirst du dein Leben hier komplett ändern?
00:37:43: Nee man rutscht da rein
00:37:45: Genau und wir passen uns an ohne es zu merken.
00:37:48: Wir halten uns für total unangepasst und nonkonform.
00:37:51: Ja weil wir haben ja alles selber an der Hand und selbst bestimmen müssen.
00:37:54: frei In den Wirklichkeit sind wir die angepassten.
00:37:58: Und dass du das auch nochmal mit liebevollen Spitzenfingern raus holst und sagt, das geht auch anders.
00:38:09: Ich finde es ist ein so großes Geschenk!
00:38:14: Also ich freue mich wahnsinnig und auch wie das eingetütet wurde.
00:38:18: Manches dürfen wir ja natürlich noch nicht verraten, denn du bringst ... muss ja auch eine Überraschung sein.
00:38:23: Ja!
00:38:23: Denn du bringest ja doch einen ganz neuen Aspekt da rein.
00:38:29: Vorher gar nicht sichtbar war und doch wie du auch glaube ich sagtest auch von den Erben nochmal als so wichtigen Punkt anerkannt wurde.
00:38:38: ne?
00:38:38: Genau das ist Momos Heldenreise.
00:38:41: Da lasse ich mich ein bisschen von Zegi Jung unter anderem inspirieren.
00:38:44: Ohja
00:38:44: ohja...
00:38:45: Auch ein Denker aus der Zeit eben der aber auch heute noch wirklich eine sehr, sehr große Wirkung hat und einen großen Einfluss.
00:38:54: Und vor allen Dingen, jetzt kommt noch eine Person rein.
00:38:59: Neben der Bibliothekarin und dem Schauspieler und dem Künstler habe ich noch mit einer Person gesprochen – die sitzt gerade vor mir und neben mir!
00:39:11: Das war Richtung Ende des Projekts.
00:39:13: Da war ich gerade bei den letzten Anmerkungen von den Erben eben.
00:39:17: Die hatten noch zwei Anmerkung und auch das fand ich ganz fantastisch ein großes Kompliment und auch einfach wunderschön, der ganze Prozess war nämlich so.
00:39:27: Ein großer Flow weil die Erben jetzt nicht gesagt haben das und dass musst du ändern oder mich vor unlösbare Probleme gestellt haben, dass sie mir Fragen gestellt haben die ich nicht beantworten konnte sondern sie hatten zwar Anmerkungen haben es mir offen gelassen ob ich noch etwas verändern möchte oder nicht.
00:39:43: also ganz frei und ganz wunderbar.
00:39:45: Und dann hast du mir plötzlich in einem Gespräch die Frage gestellt, sag mal Jörg was wurde eigentlich bisher noch nicht so sehr gesehen bei Momo?
00:39:55: Was wurde bisher übersehen oder noch nicht beachtet?
00:40:00: Und boah, ich weiß noch dieses Gefühl!
00:40:03: Da fing es an in mir zu wiegen und zu wogen.
00:40:07: Da ging eine Welle los und der Boden hat sich bewegt in dem Moment weil ich gemerkt habe wow ja da ist Musik drin im wortwörtlichen Sinne, weil es geht auch um Musik in Momo.
00:40:19: Also diese Reise ins Zentrum des Nirgendhauses bei Meister Rohra ist ja auch eine Reise in ihr Herz, deswegen ist es ihre Heldenreise und dies anders als bei einer normalen Heldin oder einem Helden wie Odysseus.
00:40:33: der macht ja offenbar eine riesige Reise durch die Welt und kämpft ganz viele Abenteuer und Momo muss auch kämpfen.
00:40:39: aber dieser Reise geht nicht nur nach außen sondern er geht vor allen Dingen auch nach Innen und das macht sie auch zur Anti-Heldin wichtigsten Ikone und Held in unserer Tage.
00:40:51: Und das hat Michael Ender übrigens auch gesagt, dass dieses Buch... Das ist nämlich am Ende der... Es gibt so einen Abspann sozusagen im Roman.
00:41:00: Da sagt er Erzähler, es ist Michael Ende in einer anderen Gestalt.
00:41:05: Der Erzählar von dieser Geschichte redet da nochmal zu uns Lesern und Leserin und sagt eigentlich ist es egal ob diese Geschichte heute passiert oder in der Zukunft.
00:41:16: Ich hätte sie euch auch zu einem anderen Zeitpunkt erzählen können.
00:41:20: Das heißt, Michael Ende wusste schon und das stimmt auch es ist eigentlich egal ob er die neunzehnhundertseinhalbzig erzählt oder erst zweitausend sechsundzwanzig.
00:41:32: ja Die Aktualität ist da Und ich kenne wirklich kein einzigen Roman der Das Leben, das persönliche Leben.
00:41:41: Die ganzen Gefühle Sehnsüchte, Ängste, Sorgen aber auch Wünsche und das Glücklichsein dass uns gerade umtreibt in unserer Gesellschaft die das so zusammenbringen mit einer radikalen Zivilisationskritik also auch mit der Gesellschaften der wir leben ja und das so toll verbinden kann.
00:41:57: Ja Also Und deswegen tatsächlich Irgendwo ist das auch eine messerschafe präzise Prophezeiung.
00:42:06: Es ist gar kein fiktiver Roman in dem Sinne über unsere Gesellschaft, sondern eigentlich hat Michael Erne mit Momo vor über fünfzig Jahren den Zustand vorher gesehen und Prophezeit sogar, den wir heute erleben mit KI... mit einer neuen Form und Möglichkeit die Welt zu beherrschen, unser Denken zu beHerrschen.
00:42:25: Also manche spekulieren ja darüber schon dass wir nicht nur aufhören zu schreiben und zu lesen sondern irgendwann aufhörn zu denken weil wir unser Denke ersetzen.
00:42:33: und andere gehen soweit das sie sogar glauben, dass KI die Menschheit auslöschen könnte.
00:42:39: Also auch das steckt sogar in Momo drin, diese Dimension... Ja
00:42:42: ja ich weiß!
00:42:43: Die Gefahr beschriecht ja wirklich direkt vor der Tür.
00:42:47: Die
00:42:47: Macht ergreifen durch die grauen Herren kommt im Roman vor wenn auch auf kindgerechte Weise.
00:42:52: also man geuselt sich schon.
00:42:53: Ich habe mich als Kind auch total geguselt.
00:42:54: Ich hab
00:42:55: mich auch als Erwachsener geguselte und ich habe das später nochmal gelesen.
00:42:59: Das ist schon...
00:43:00: Das geht ans Eingemachte.
00:43:03: Vor allen Dingen wenn man das dann überträgt Wir kennen sie, alle wir nennen sie jetzt hier vielleicht nicht beim Namen aber die was draußen was unsere Zeit braucht um selber existieren zu können.
00:43:16: Sie müssen uns die Zeit.
00:43:18: Also wir spoilern jetzt nicht, was genau noch nicht
00:43:22: so
00:43:22: stark gesehen wurde im Moment.
00:43:24: Aber
00:43:24: es ist ein ganz, ganz wesentlicher Punkt und ich danke dir vielmals, Greta, dass du diesen Aspekt
00:43:29: nochmal mit
00:43:30: ans Licht gebracht hast und zu Tage gefallert hast
00:43:33: wirklich.
00:43:33: Ich liebe sowieso unsere Gespräche wo wir mal die Bälle in der Luft schmeißen und wir wissen vorhin noch nicht wo's anfängt und dann zack!
00:43:40: Ist irgendwas auf dem Tisch.
00:43:42: Ich hätte niemals gedacht, dass Frühstücken in meinem Leben mal so eine fundamentale Rolle spielen würde.
00:43:53: Also der Christoph van Boven hat mir geholfen mich auf meine Rolle in und für Momo vorzubereiten, aber genau das Frühstück, das wir immer wieder genießen dürfen hat eben auch seinen Beitrag.
00:44:07: Das ist
00:44:08: ein ganz wertvoller
00:44:10: Aspekt, dass wir da zusammensitzen.
00:44:11: Und
00:44:12: was jetzt für mich noch das Wichtigste ist – also ich glaube ohne zu spoilern kann ich das verraten – wenn ich etwas erreichen will mit diesem Buch, wenn ich ihm etwas wünsche, ist es, dass Wir verstehen, dass eigentlich jede Figur Ob das Gigi Fremdenführer ist oder Geschichten Erzähler.
00:44:29: Momo, Cassiopaya Meister Hora Beppo Straßenkehra Atem bzw.
00:44:35: Schritt Atemzug Besenstrich Dass das alles Persönlichkeitsanteile von uns sind.
00:44:41: Und ja auch die grauen Herren und ich glaube Das ist auch die manche Reden Von einer neuen Bewusstseinsstufe Und dazu gehört eben auch der die Erkenntnis Die Grauen Herren sind eben nicht nur irgendwo da draußen an der Spitze eines Unternehmens oder an der Spitze einer politischen Hierarchie oder eines anderen Machtapparates, sondern die sind auch in uns.
00:45:05: Dieses quantifizierende Denken und... Wo klau ich mir selber die Zeit?
00:45:11: Wo laß ich mich von anderen dominieren, verführen?
00:45:14: vom Smartphone von irgendeiner App vielleicht auch von anderen Menschen wie ... also ... von Mechanismen, von einer gesellschaftlichen Struktur in der wir leben.
00:45:23: Oder
00:45:23: wo klau ich anderen?
00:45:24: Also die grauen Herren...
00:45:26: Wann bin ich grauer her und klaue ich ein...?
00:45:28: Wann unterstützte ich dieses graue Herren System
00:45:30: oder Prinzip?
00:45:30: Ja ja zum Beispiel das auch und so.
00:45:32: Genau!
00:45:33: Und quantitizierendes Denken, das haben wir alle.
00:45:35: Wir
00:45:35: brauchen neuen Termin fürs Frühstück mehr gerade.
00:45:38: So geht es hier immer bei uns weiter.
00:45:41: aber du hattest auch nochmal also... Ich möchte das hier auch gar nicht beenden und ich habe da eine Zeit der Welt, auch dieses... Du hattest gesagt dieses Eingangsgedicht von Michael Ende in dem Originalbuch.
00:45:55: Nimmst du uns da nochmal an die Hand?
00:45:56: Sehr,
00:45:57: sehr gerne!
00:45:57: Genau das habt ihr noch nicht gesehen könnt ihr auch nicht dass ich hier... Ich habe zwei Momo-Ausgaben dabei meine Maskottchen heute und zwar einmal meine Originalausgabe von dreiundsiebzig Da war ich noch nicht auf der Welt aber es ist mein Exemplar was ich von zu Hause haben durfte.
00:46:13: Und die Ausgabe, die Schmuckausgabe mit der ich gearbeitet habe Die ist auch doppelt so dick weil ich damit wirklich gearbeitet habe, da steckt auch ganz viel drin.
00:46:22: Und Michel Ender hat vorab ein Gedicht vorangestellt, ein altes irisches Kinderlied und das geht so... Es ist
00:46:47: sauerhaft, ja also ob wir uns nun groß oder klein empfinden.
00:46:53: Oder so unsere Aufgabe ist
00:46:56: zu leuchten.
00:46:56: Schimmere, schimmere kleiner Stern und ich glaube dass diese Botschaft auch wer die an sich herankommen lässt, wer sich davon berühren lässt...
00:47:09: Und nicht sagt was habe ich denn zu leuchen?
00:47:14: Ja.
00:47:14: Lieber Jörg, wenn du wirst es was bei mir alles ne da ist nichts mehr der ist alles verschüttet.
00:47:19: das ist da ist nicht mehr zum Leuchten oder so.
00:47:22: Nein dieser Stern ist neben nicht nur außerhalb von uns sondern er ist in jedem von uns und das ist mal das innere Kind das ist Mal Das Herz dass wir alle in uns haben.
00:47:32: das leuchtet ja Oder schimmert.
00:47:35: Ja wie auch immer Schimmern leuchten.
00:47:38: So eine Begrifflichkeit.
00:47:39: aber da macht dieses Buch auch so viel Mut
00:47:43: Weil man
00:47:44: sieht wie, ja weil... Man könnte jetzt sagen wer ist denn schon Momo?
00:47:48: Also ungebildet und die hat doch keine großen Fertigkeiten.
00:47:51: Die kann zuhören.
00:47:52: Ja mein Gott!
00:47:53: So können wir auch hinterher kommen.
00:47:55: aber sie wurde geschlagen im Weisenheim.
00:47:58: Und sie verändert die Welt und so geht das dir auch.
00:48:03: also dieses sich da auch wieder den Glauben an sich selber holen.
00:48:08: ich finde es so schön dass ich das ein bisschen mit entstehen, also jetzt krieg ich den deutschen Satz glaube ich nicht richtig zu Ende sehen durfte.
00:48:19: Also dass sich sehen durften, dass ich ein bisschen begleiten durfte, das wir darüber gesprochen haben und was da dein Funkeln in den Augen unterhalten wurde gerade oh Mensch da warst du wieder auf so einem neuen Weg und kam ja auch in dir, also gibt es eine Zeit vor Momo und eine Zeit nach
00:48:37: Momo ne?
00:48:38: Auf jeden Fall!
00:48:38: Und ich erinnere mich noch sehr gut an diese letzten Wochen Das schreiben sie.
00:48:44: Und dieser Stern, das heißt ja auch hier ist es ein kleiner Stern.
00:48:48: Es muss kein großer Stern sein und dieser Stern muss auch nicht uns im echten Leben nur begegnen.
00:48:54: Das kann auch in den Träumen passieren!
00:48:56: Ich habe nämlich in den letzten Wochen hatte ich plötzlich lucides Träumen.
00:49:03: Das hab' ich so noch nie erlebt... Wahrscheinlich das letzte mal als Kind, weil Kinder, das merke ich auch in meiner Zusammenarbeit mit Kindern, die haben das regelmäßig.
00:49:11: Die können das sogar bewusst.
00:49:13: und zwar lozi des Träumen bedeutet dass man nachts während man träumt bewusst ist und auch steuern und entscheiden kann, was als nächstes passiert.
00:49:21: Also man ist im Traum.
00:49:23: Kann man selber entscheiden ich mache jetzt das und dass oder jetzt soll das und das passieren sollen ganz viele Bomberungsregnen oder... Aber um nicht
00:49:30: weiß, dass ich träume
00:49:31: in einem Wald aus Zuckerweite sein.
00:49:33: Ich weiß, da sich träume und ich kann währenddessen bewusst entscheiden, was ich möchte und den Traum aktiv gestalten.
00:49:40: Genau Kinder können das wenn ich die Frage mehr als jedes zweite Kind sage ja klar mach ich regelmäßig.
00:49:46: Also Kinder haben diese Fähigkeit, lucides Träumen.
00:49:48: Also aktiv und fantasievoll den eigenen Traum gestalten.
00:49:51: Das heißt man ist dem nicht ausgeliefert.
00:49:53: Sind das
00:49:53: jetzt so Träume
00:49:53: oder tatsächlich Nachträume?
00:49:55: Nein!
00:49:55: Nachts die Träime Und ich kenne es auch eher so dass ich denen ausgeliefert bin.
00:49:59: Ich kann leider nicht entscheiden was passiert.
00:50:01: In diesen letzten Wochen beim Schreiben von meinem Buch Zeit ist Leben hatte ich plötzlich zweimal hintereinander ein luciden Traum.
00:50:09: Da kam
00:50:09: auch Momo vor Fantastische Erfahrungen.
00:50:14: Hab das noch nie erlebt?
00:50:15: Einmal hab ich den kann ich erzählen, den Traum wollte ich meinen besten Freund in London besuchen.
00:50:19: Der lebt wirklich da mit seiner Familie und wir waren verabredet.
00:50:23: Ich war auf dem Weg dahin und plötzlich ging vor mir der Boden auf ein riesen Loch eine riesige Kluft.
00:50:29: Da wäre ich niemals drüber gekommen.
00:50:31: also dachte ich oh Gott jetzt komme ich zu spätestem Termin verdammt.
00:50:34: ja ich habe mir dann in dem Traum plötzlich bewusst Da habe ich entschieden, ich nehme mir jetzt da hinten eine Säule vom British Museum.
00:50:43: Das stand da gerade rum und habe das genommen als Jörg.
00:50:46: Ich habe diese Säulen über diesen Abgrund gelegt und konnte dann über die Säuler wie so ein Brückhör drüber gehen und bin dann zu meinem Termin gegangen und habe meinen besten Freund getroffen und wir haben uns einen schönen Nachmittag gemacht.
00:50:58: Und
00:51:00: der zweite Traum, da kamen sogar Momo vor und Casio Paya und Fuchua und also wirklich ... das war sehr fantasievoll!
00:51:07: Und ich konnte da fliegen und alles.
00:51:12: Vor allen
00:51:12: Dingen haben mich Momo und Casio Paisa dem nicht mehr verlassen.
00:51:16: Was heißt das?
00:51:17: Du trommst die Nacht von denen?
00:51:19: Nein, nein!
00:51:19: Die sind auch tagsüber.
00:51:21: Immer mal wieder wenn es ganz still wird... ...und ich zum Beispiel mit meinem Hund Gaunach spazieren gehe,... ...die spazierend jetzt immer mit.
00:51:29: Also das sind so imaginäre Begleiter.
00:51:33: Die sehe ich natürlich nicht.
00:51:35: Aber die sind da!
00:51:37: Genau, also das sind einfach so Begleiter.
00:51:38: Ich glaube weil die Phase jetzt diese drei Jahre waren so intensiv... Das ist ja so wie andere fiktive Gestalten.
00:51:46: Ich glaub jeder hat solche Gestalten.
00:51:47: anderen nennen sie Engel oder man kann die auch religiös konnotieren oder wie auch immer.
00:51:54: imaginäre Begleiter, die wir alle haben.
00:51:56: Das können auch Verstorbene sein!
00:51:58: Das können Gedanken sein, Wünsche, Sehnsüchte... das kann alles sein.
00:52:03: und bei mir ist wahrscheinlich diese Sehensucht oder diese philosophische Ikone Momo und Casio Paya sind einfach jetzt konkret weil ich so lange mit ihnen zusammengelegt habe.
00:52:13: Spannend, viel äußerst spannend.
00:52:15: Also auch bei jedem Sternenhimmel.
00:52:17: Im Urlaub war in Italien jedes Mal wenn ich nachts noch mal die Abendrunde gemacht waren sie dabei, unter dem Sternenhimmel.
00:52:27: Also das Bild... also ich brauche nochmal den Titel.
00:52:30: bitte, dein Buch ist mit Untertiteln und allem.
00:52:32: Zeit
00:52:32: ist Leben wie Momo die Welt sieht?
00:52:35: Ja!
00:52:35: Das ist das Buch.
00:52:37: Ich glaube da hat sich schon die ganze Zeit die Welt drauf gefreut.
00:52:42: Mich hat es enorm bereichert.
00:52:45: Ich ist mir selber nochmal wieder so ganz anders vor Augen geführt habe und was macht das?
00:52:51: Und ich bin sehr gespannt, wie es euch gefällt.
00:52:56: Wie also unbedingt natürlich überall wo's geht Bewertungen abgeben und eure Meinung dazu sagen.
00:53:05: Es hilft nicht nur diesem Buch sondern es hilft diese Idee in die Welt weiter zu tragen.
00:53:13: Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann schickt ihn weiter zu anderen Leuten die auch davon wissen sollten und so etwas alles.
00:53:21: Und uns interessieren auch die Lieblingskinderbücher und die Figuren vor allen Dingen, Lieblungsfiguren aus Momo.
00:53:27: Das ist genau diese Frage, die wir vorhin gestellt haben.
00:53:31: Aber vielleicht hast du auch noch eine andere Sache, die du gerne noch dazu sagen willst, die ich jetzt nicht erfragt habe?
00:53:37: Es wird Veranstaltungen geben!
00:53:38: Es gibt viele Veranstaltung zum Beispiel einer am Literaturhaus Frankfurt.
00:53:43: Die wird ganz groß weil sie kann man auch streamen das heißt man muss gar nicht nur vor Ort sein.
00:53:47: Vor Ort, hundertzwanzig Leute aber man kann sie auch streaming und dies zusammen mit Eric Meyer der STF Moderator einfallen lassen.
00:53:57: Das ist am Montag, der XX.
00:53:59: Oktober.
00:53:59: Oh das hast du alles im Kopf!
00:54:01: Wunderbar.
00:54:01: und es gibt es auch als Hörbuch und wird gelesen
00:54:05: von Gerhard Heidenreich.
00:54:06: Ich
00:54:06: habe da die Stimme.
00:54:07: ich wusste nicht wie sich das anhört.
00:54:12: Also da setze ich jetzt bitte auf den Heidenreicheffekt.
00:54:15: Richard David Precht hatte ja den Heideneich-Effekt mit Elke Heiden Reich.
00:54:19: Ah okay.
00:54:19: Das war die ehemalige Frau von Gerard.
00:54:23: Er saß ja mit ihr in Lesen, die TV-Sendung damals.
00:54:27: Mit seinem allerersten Buch Wer bin ich?
00:54:30: wenn ja wie viele?
00:54:30: Ja!
00:54:32: Und jetzt habe ich zwar nicht Elgeheidenreich, aber ich habe Gerdheidenreiche.
00:54:36: Die schönste Stimme an
00:54:37: einem
00:54:38: überhaupt... Also sein literatisches Hörbuchwerk ist wirklich enorm!
00:54:43: Ich wusste nicht dass der so viele Bücher eingesprochen hat und die Stimme kenne ich natürlich von früher auch.
00:54:48: Ich hab ja Momo als Hörbuch
00:54:50: gehabt.
00:54:51: Natürlich insofern die Stimmen begleitet mich seitdem ich Kind bin.
00:54:54: Ach
00:54:54: was?
00:54:55: Also ich fand es sehr angenehm und ich bin nicht so der Hörbuchmensch, ich bin mehr der haptische Mensch.
00:55:01: Insofern habe ich gar nicht so viel Erfahrung und kann aber nur sagen also Hut ab und hat mir unglaublich gut gefallen und manchmal ist das auch glaube ich für mich was weiß ich beim Autofahren oder so.
00:55:15: Sehr angenehmen wenn ich das dann vorgelesen bekomme und da zuhören darf.
00:55:23: Ich bin ganz neugierig, was Momo mit euch macht und alles liebe euch.
00:55:31: Und ich danke dir so sehr dass du Momo noch mal neu in die Welt gebracht hast.
00:55:34: das kann ich dir gar nicht sagen wie dankbar ich da bin weil sowas braucht die Welt gerade jetzt.
00:55:40: in dieser Zeit braucht sie balsam für die Seele der es schafft wieder positiv in die welt zu schauen Und dass es machbar ist, auch wenn das Düster aussieht.
00:55:53: Oder man sich fragt was ist mein Anteil daran?
00:55:56: Kann ich da etwas ändern?
00:55:57: und das sind die kleinen Sachen.
00:56:00: Ich
00:56:00: danke dir, dass du diesen Resonanzraum hier aufgemacht hast
00:56:03: für
00:56:03: Momo und für mich!
00:56:06: Alles Liebe euch da draußen und wir machen Termin fürs nächste Frühstück.
00:56:10: Alles Liebe Tschüss!
00:56:12: Zeit des Leben tschüß.