Greta-Silver-Podcast
00:00:06: Herzlich willkommen auf meinem Kanal, mein Name ist Greta Silva und hier geht es mal um zwei unterschiedliche Strategien wie wir es schaffen können etwas nicht so persönlich zu nehmen.
00:00:18: Ich glaube das Leben ist voller Möglichkeiten sich immer wieder persönlich angegriffen zu fühlen.
00:00:25: Das mögen so Kleinigkeiten sein.
00:00:28: Ich kenne das auch, man fährt mit dem Auto irgendwie langsam weil man da entweder ein Parkplatz sucht oder nach einer Hausnummer schaut oder was weiß ich für Grunde hat und hinterher hinter einem hupt einer und macht Lichthupe oder was weiss ich und drängelt und schwupps haben mir das Gefühl dass es unsere persönliche Geschichte, hier jetzt.
00:00:50: man fühlt sich unwohl und gibt dem anderen die Schuld.
00:00:52: meine Güte noch mal musste ich jetzt so drängeln.
00:00:56: Und schon fühle ich mich unwohl.
00:00:59: oder man unterhält sich mit jemandem und der nimmt plötzlich sein Handy raus und guckt darauf oder man behält eine Präsentation und die Leute sind überhaupt nicht bei einem und man hat sich so viel Mühe gegeben.
00:01:12: und ja oder man kommt mit irgendeinem Thema nach Hause von der Arbeit Ja, hört am Anfang mal ein bisschen zu und dann geht er aber eigentlich schon zum Fernseher und macht die Kiste an.
00:01:25: Und sagt ja ich dachte die Geschichte wäre zu Ende oder so.
00:01:29: Ich glaube wir kennen alle diese Geschichten.
00:01:32: Wo nehmen wir überall etwas persönlich?
00:01:36: Oder auch wenn Worte auf uns einprasseln was wir da falsch gemacht haben ob der Chef das sagt oder der Partner oder auch die Kinder du bist doof Mami oder was weiß ich was da kommt Das nicht persönlich zu nehmen.
00:01:52: Wie kriegen wir das hin?
00:01:54: Und was in uns jault dann da eigentlich so auf?
00:01:59: Ich selber bin noch nicht so vertraut mit diesem Begriff Ego, aber so nennt man das heute.
00:02:05: ich habe das Gefühl dieser Begriff den gab es früher gar nicht so, ich weiß es nicht vielleicht ist er nur an mir vorbeigegangen und ich hab mal so geguckt was in mir!
00:02:14: Ist denn das eigentlich?
00:02:16: Was da so aufjault?
00:02:18: Und mir hat das sehr, sehr geholfen.
00:02:20: Ich bin da... Ja, da war es so mit den Büchern von Kurt Tepperwein und so groß geworden.
00:02:25: Der hatte eine simple Schilderung und je einfacher die ist, desto besser komme ich damit klar.
00:02:33: Also ich habe das ein bisschen verordnet im Hinterkopf sozusagen.
00:02:37: Da gibt es etwas was sich fragen kann wie geht's meinem Körper jetzt?
00:02:43: Kann man sagen oh Mensch, die Hand tut weh oder so und der Fuß da unten oder irgendwie sowas.
00:02:47: also Insofern kann dieses Ich nicht mein Körper sein.
00:02:52: Und ich kann auch meine Gedanken beobachten und sie wie Wolken ziehen lassen, das lernt man ja so ein bisschen beim Meditieren und Yoga und solche Sachen.
00:03:04: also bin ich auch nicht meine Gedanken!
00:03:07: Und ich kanne auch meinen Ego, wie immer wir das jetzt definieren wollen, beobachten und sagen, okay das ist irgendwas aus Kindertagen oder wie?
00:03:17: Oder was da in mir gerade angetriggert wird.
00:03:20: Ich nenne das auch manchmal diesen Kritiker auf der Schulter.
00:03:22: Das ist glaube ich auch so ein bisschen sowas wie das Ego was da immer mitspricht.
00:03:28: Aber wenn ich in diese Position des Beobachters gehe Da hinten in meinem Hinterkopf oder wo immer ihr das da fest macht Dann kann ich sagen ja ok mag ja sein dass du das so siehst aber ich sehe das anders.
00:03:42: oder Wenn ich große Ziele habe, sage ich mal und denke also Visionen wie wir das heute so schön nennen.
00:03:52: Das wird für mich Wirklichkeit werden.
00:03:54: Und jetzt kommt der Verstand oder das Ego daher und sagen Wie willst du das schaffen?
00:03:59: Kann sowieso nichts werden.
00:04:01: Dann kann nicht aus dieser Position heraus sagen Ja mag ja sein dass du da keine Ideen hast aber Ich weiß es wird Wirklichkeit werden.
00:04:10: Da kann man jetzt sagen okay Hast eine geschwaltende Persönlichkeit diese Beobachterrolle, dieses.
00:04:16: wir sind mehr als das was da jetzt reagieren will.
00:04:21: Was sich da angesprochen fühlt und also wenn man da war so ein bisschen mitspielt mit diesem Gedanken.
00:04:27: ich finde den sehr verführerisch und ich habe den in jungen Jahren damals schon so ein bischen für mich verfestigt immer mal diesen eigenen Beobachte zu machen und dann musst du so reagieren oder so?
00:04:38: Also die erste Strategie die mir hilft ist dass ich alles bei dem Sender-Lasse, der das also gerade von sich gibt.
00:04:50: Was auch immer das ist!
00:04:52: Es hilft mir wenn ich weiß... Ich bin manchmal im Auto auch oder wäre gerne Drängler.
00:04:58: Also ich hupe nicht und mache auch kein Lichthupo oder so etwas.
00:05:01: aber das fühlen tue ich trotzdem.
00:05:02: was weiß ich wenn ich meine Enkeltochter aus dem Kindergarten abhole?
00:05:07: Da bin ich schon immer rechtzeitig losgefahren.
00:05:10: Hier in Hamburg weiß man, was verkehrscht aus sind und wo überall Baustellen sein können oder was weiß ich alles.
00:05:14: aber da kommt man trotzdem manchmal in diese Situation Oder vielleicht hat ja eine schwangere Frau im Auto oder wird ihr unumrisch schnell zum Krankenhaus.
00:05:22: also was auch immer seine Gründe sein mögen.
00:05:25: das heißt Ich schlüpfe in die Rolle des anderen?
00:05:28: Ich finde ein Gedicht buch nicht mehr von früher.
00:05:31: da waren so alte indianer gedichte drin und eins davon handelte davon wann sollen wir in die Mokassins des anderen steigen, bevor man irgendwie einen Urteil abgibt oder so.
00:05:41: Also das glaube ich ist ein ganz guter Tipp zu gucken.
00:05:46: okay dem geht es gerade nicht so gut der ist dränglich.
00:05:49: ja kann ich mal locker sagen auch Entschuldigung aber trotzdem ich habe meinen Grund wieso ich jetzt hier gerade klömmelig fahre oder sowas.
00:05:56: deswegen muss ich mich nicht aburteilen.
00:05:59: oder der guckt vielleicht aufs Handy, weil er was weiß ich eine dringende Nachricht für irgendwas braucht.
00:06:04: Oder aber das Handy dient als Notizblock.
00:06:09: Das mache auch manchmal dass sich mir dann Gedanken dann irgendwo notiere den ich da habe zu dem Vortrag zum Beispiel.
00:06:16: also das heißt es ist überhaupt nichts Negatives Es ist immer meine Interpretation.
00:06:22: und damals als Tipp in die Schuhe des anderen zu gehen und sagen, hat bei mir gar nichts zu tun.
00:06:27: Also mein schon mehrfach erwähntes Beispiel was mir enorm geholfen hat wenn man Bill Gates das war damals der reichste Mann der Welt ist ja vielleicht jetzt immer noch ziemlich weit vorne sagen würde hey du loser du hast hier überhaupt nichts gepackt im Leben und du bist so ein Versager dann wird er doch dahingehend uns sagen Mensch geht es Ihnen gerade nicht so gut.
00:06:47: solchen Arzt rufen hatten Sie zu viel Sonne?
00:06:49: Der käme doch nicht im Traum da drauf sich den Schuh anzuziehen.
00:06:56: Also da mal mitzuspielen und das ist sozusagen so.
00:07:00: dieser erste Punkt, wo wir sagen können, dass lass ich bei dem anderen.
00:07:05: also wenn der jetzt irgendwie ein Schwall boshafter Worte oder manchmal auch Handlungen gegen mich abfeuert dann sagt es mir erstmal nur wie's dem andern geht.
00:07:19: Ich habe ja mal ein halbes Jahr als ganz junge Frau, noch keine Kinder.
00:07:23: Also mit meinem Verlobten glaube ich waren wir damals erst Judo zusammen gemacht und das heißt ich sollte also nun diese starken Männer, ich war nicht die einzige Frau oder gemischter Kurs irgendwie auf die Matte kriegen.
00:07:35: Das heißt ich könnte ja nur so agieren dass sich den Schwung des anderen ausnutzte etwas an die Seite ging und denen dann selber vor die Wand fahren ließ oder auf die Mathe Also nochmal ein bisschen zog, dass er dann auch da hinging wo ich das wollte.
00:07:52: So können wir das auch mit an uns geschickte Pakete nenne ich sie mal machen.
00:07:58: die müssen wir nicht aufmachen.
00:07:59: wir können entweder sagen Annahme verweigert ich schicke das zurück an den Empfänger oder aber ein bisschen aus dem Weg gehen und sagen hier kannst du selber vor die Wand laufen ist hat mit mir nichts zu tun.
00:08:10: so das andere.
00:08:11: dieser zweite tip Ich habe das vorhin schon mal anklingen lassen.
00:08:15: Was bitteschön hat das eigentlich mit mir zu tun, dass ich da also reagiere und einmal hinzugucken?
00:08:24: Es sind ja ganz oft die Wurzeln in der Kindheit oder sagen wir mal in der Vergangenheit ist vielleicht besser so.
00:08:32: Wo wir mal was erlebt haben, was unser eigenes Bild geprägt hat man sagt ja ego sei Das Bild was sie von uns selber haben Wir kriegen das nicht hin oder so, die Unsicherheiten, die wir haben und so etwas.
00:08:50: Und damals zu gucken stimmt das denn überhaupt noch?
00:08:54: Was ich damals... Ich bleibe mal bei der Kindheit als Kind für richtig und wahr übernommen habe weil man es uns hier so oft gesagt hat Und da mal reinzugucken und sagen, ich glaube, ich habe so viel dazugelernt.
00:09:07: Also ich war ja zum Beispiel als Kind extremst schüchtern.
00:09:10: Ich kriegte den Mund nicht auf.
00:09:11: Ich weiß, könnt ihr euch nicht vorstellen?
00:09:12: Aber es war so... Mein Vater war ja so verzagt ob dieser Tatsache, dass er mich vielleicht mehr so acht, neun oder zehn weiß nicht mehr mit in ein Kaufhaus... Ihr wisst, ich komme vom Bauernhof also auf dem Land was damals so'n Kaufhaus war, also nicht gleichbar mit dem heutigen Da reingehen und sagen, du kannst dir kaufen was du willst.
00:09:33: Ich bezahle es aber du sagst ist selber der Verkäuferin und ich weiß noch Es gab zwei Etagen und oben gab es Fahrräder und da habe ich sehr lange gestanden keine Ahnung wie lange Und irgendwann bin ich die Treppe runtergekommen sah mein Vater mit der ich glaube Besitzerin des Ladens da an der Seite stehen nicht mochte Nicht hingucken und bin mit hängenden Schultern aus dem geschäft raus gegangen.
00:09:57: Ich hab's nicht geschafft der Verkäuferin zu sagen, ich möchte dieses Fahrrad.
00:10:02: Also sprich wir haben mittlerweile uns Fähigkeiten angewöhnt an trainiert.
00:10:11: das Leben hat uns dazu gebracht anders zu werden oder so?
00:10:15: es mag sein dass das damals gestimmt hat.
00:10:17: gehen wir mal davon aus dass das nicht boshaft war dass man uns das unterstellt hat obwohl es nicht so war.
00:10:23: aber wir haben uns weiterentwickelt und da gucken wir gar nicht mehr im Detail hin Und zu sagen, hey entspricht mir das denn überhaupt noch diesen Gedanken den ich da über mich habe?
00:10:35: Wo ich jetzt sage oh Gott der hat vermutlich recht und ich bin sie auch gar nicht wert.
00:10:39: Ich bin nicht gut genug und es ist ja kein Wunder dass wir keiner zuhören oder wie auch immer was dabei uns abgeht.
00:10:46: Also einmal zu sagen Das ist sein Problem.
00:10:50: wer wird er für gute Gründe haben?
00:10:52: vielleicht gar nicht mal ein problem im auto?
00:10:54: der hat keine zeit gerade wie auch Immer und ich muss das nicht persönlich nehmen.
00:11:00: und das andere is das, was da weh tut oder uns aufjauen lässt mal als Spiegel zu nutzen und zu gucken.
00:11:10: Woher kommt das eigentlich?
00:11:12: Stimmt das noch!
00:11:13: Und ich glaube es kann aus ganz toll daraus befreien dass wir alles persönlich nehmen und dass wir da ein bisschen freier werden.
00:11:21: Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei Tschüss.